Boxtechnik für Einsteiger: Jab, Cross und Haken an der Boxmaschine

An der Boxmaschine zählt jeder Treffer, aber erst eine saubere Technik macht daraus ein gutes Training. Mit wenigen Grundschlägen schützt du deine Gelenke, wirst schneller und holst mehr aus jeder Runde.
Mit * markierte Links führen zu Amazon und sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
Die Grundstellung
Stell die Füße etwa schulterbreit auseinander, ein Fuß steht eine halbe Schrittlänge vor dem anderen. Rechtshänder stellen den linken Fuß nach vorn, Linkshänder den rechten. Die Knie sind leicht gebeugt, das Gewicht ruht auf den Fußballen. Beide Fäuste befinden sich auf Kinnhöhe, die Ellbogen schützen die Rippen. Diese Haltung nennt man Deckung, und in sie kehrst du nach jedem Schlag zurück.
Der Jab: die gerade Führhand
Der Jab ist der schnellste Schlag im Boxen. Du schlägst mit der vorderen Hand gerade nach vorn. Die Faust dreht sich kurz vor dem Treffer so, dass der Handrücken nach oben zeigt. Der Ellbogen bleibt hinter der Faust, die Schulter hebt sich leicht und schützt das Kinn. Nach dem Treffer ziehst du die Hand auf demselben Weg zurück. An der Boxmaschine eignet sich der Jab für alle Felder auf der Seite deiner Führhand.
Der Cross: die gerade Schlaghand
Der Cross ist der gerade Schlag mit der hinteren Hand. Er ist kraftvoller, weil du Hüfte und Schulter mitdrehst. Die Ferse des hinteren Fußes hebt sich dabei leicht, der Fuß dreht nach innen. Der Arm geht gerade nach vorn, die andere Hand bleibt am Kinn. Wichtig: Strecke den Arm nicht komplett durch, sonst belastet der Aufprall das Ellbogengelenk.
Der Haken
Der Haken ist ein seitlicher Schlag mit angewinkeltem Arm. Der Ellbogen steht dabei ungefähr in einem rechten Winkel, die Kraft kommt aus der Drehung von Hüfte und Oberkörper. An einer Musik-Boxmaschine ist der Haken nur auf die äußeren Felder sinnvoll, weil das Pad flach an der Wand hängt. Übe ihn langsam und kontrolliert, damit du nicht mit dem Handgelenk abknickst.
Deckung und Atmung
Die häufigste Schwäche bei Einsteigern ist eine fallende Deckung. Nach einigen Minuten sinken die Hände, und das Kinn liegt frei. An der Maschine passiert dir dadurch nichts, aber du gewöhnst dir einen Fehler an. Achte bewusst darauf, dass die Hand, die gerade nicht schlägt, am Kinn bleibt. Atme bei jedem Schlag kurz und kräftig aus. Das stabilisiert den Rumpf und verhindert, dass du die Luft anhältst.
Kombinationen für die Boxmaschine
Im Boxtraining werden Schläge oft mit Zahlen benannt. Die Eins ist der Jab, die Zwei der Cross, die Drei der vordere Haken. Die klassische Kombination Eins-Zwei, also Jab und Cross direkt hintereinander, passt perfekt zur Boxmaschine, weil zwei Felder oft kurz nacheinander leuchten. Wenn du sicherer wirst, probiere Eins-Zwei-Drei auf die äußeren Felder.
Drei Übungen für saubere Technik
- Spiegeltraining: Boxe zwei Minuten vor einem Spiegel ohne Ziel. Achte darauf, dass die Deckung steht und die Schläge gerade kommen.
- Langsame Stufe, nur Jab und Cross: Eine Runde auf der langsamsten Tempostufe, jeder Treffer ist ein sauberer gerader Schlag.
- Seitentreu: Linke Felder nur mit links, rechte Felder nur mit rechts. Das schult Koordination und verhindert, dass du über Kreuz schlägst.
Hände und Gelenke schützen
Schlage immer mit Handschuhen und halte das Handgelenk gerade. Getroffen wird mit den Knöcheln von Zeige- und Mittelfinger. Bei intensiverem Training stabilisieren Bandagen das Handgelenk zusätzlich. Welche Handschuhgröße passt, erklären wir im Artikel Boxhandschuhe für die Boxmaschine.
Boxhandschuhe bei Amazon ansehen (Affiliate-Link)Die Technik sitzt? Dann geht es weiter mit den Workouts im Ratgeber Training mit der Boxmaschine. Wer Boxen richtig lernen möchte, findet in einem Boxverein in der Nähe Training mit erfahrenen Trainerinnen und Trainern.